Platin-Auszeichnung für DOSB-Neubau in Frankfurt

Bei einer kleinen Feierstunde im DOSB übergab der Geschäftsführer des Bauunternehmens nesseler bau gmbh, Karl-Peter Arnolds, die Platin-Urkunde an den DOSB-Präsidenten Alfons Hörmann und den DOSB-Vorstandsvorsitzenden Dr. Michael Vesper.

„Es ist ein Gebäude, in dem wir alle uns rundum wohlfühlen, da sprechen wir auch explizit für unsere Mitgliedsorganisationen“, sagte Hörmann in seiner Begrüßungsrede. „Man kann mit Fug und Recht sagen, dass noch nie so viele Veranstaltungen im Hause des DOSB stattfanden.“ Sogar internationale Verbände rängen darum, im DOSB tagen zu dürfen, so Hörmann. “ Ich glaube, das ist dann die schönste Form von Anerkennung, wenn man das Thema auf diese Art und Weise zum lebenden Haus macht.“

Michael Vesper wies in seinem Rückblick auf die Bauphase darauf hin, dass zur Überraschung aller der Neubau „voll im Kostenplan“ geblieben sei und darüberhinaus auch zwei Monate früher als ursprünglich geplant fertiggestellt wurde. „Wir wollten hier den höchsten Standard der Nachhaltigkeit realisieren, sowohl im Neubau als auch im sanierten Altbau.“ Vorher sei man energetisch betrachtet in der Steinzeit gewesen. „Heute ist es eine neue Dimension des Wohnens und der Büronutzung“, betonte Vesper.

Klaus Peter Arnolds schilderte aus Expertensicht, dass der DOSB schon vor der gemeinsamen Vertragsunterzeichnung am 10. Juli 2014 vieles richtig gemacht habe, indem er bereits in den Ausschreibungsunterlagen Ziele formuliert hatte, wie das Gebäude einmal werden soll. „In den letzten Jahren sind circa 2.000 Gebäude bewertet worden und davon erhielten ca. 70 die höchste Auszeichnung.“ Die Geschäftsstelle des DOSB gehört dazu.

Das von der DGNB entwickelte Zertifizierungssystem betrachtet alle wesentlichen Aspekte des nachhaltigen Bauens sowie den gesamten Lebenszyklus eines Gebäudes. Hierfür werden bis zu 40 Nachhaltigkeitskriterien, aufgeteilt auf sechs Themenfelder – Ökologie, Ökonomie, soziokulturelle und funktionale Aspekte, Technik, Prozesse und Standort – evaluiert.

Der Neubau des DOSB wurde von Anfang an unter der Prämisse eines nachhaltigen Gebäudes zur Erfüllung des höchsten Zertifizierungsgrads entwickelt.

Dabei wurde im Rahmen der Planung sowie der Bauausführung ein integriertes Konzept entwickelt, welches dem nachhaltigen Bauen in umweltschonender Baukonstruktion und minimierten Verbräuchen Rechnung trägt. Hierbei wurde – unter Berücksichtigung von soziokulturellen und funktionalen Qualitäten – ein besonderes Augenmerk auf die folgenden Aspekte geachtet:

Minimierung der Investitions- und Lebenszykluskosten

  • Dynamisches Zusammenwirken zwischen Gebäude, Anlagentechnik und Nutzung
  • Geringe Folgekosten durch weitgehende Nutzung natürlicher Ressourcen
  • Maximale Ausbaufähigkeit und geringer Flächenverbrauch der technischen Anlagen
  • Kontrolle der Energieverbräuche und Wartungszyklen
  • Eindeutige Abrechnungsmöglichkeiten inkl. Monitoring

Minimierung des Energieverbrauchs für den Betrieb des Gebäudes

  • Nutzung von natürlichen Ressourcen (natürliche Lüftung, Tageslicht, kühle Nachtluft)
  • Unterschreitung des vom Gesetzgeber geforderten Referenzwert zum effizienten Gebäudeenergiebedarf um rund 33 Prozent
  • Höchster Dämmstandard für transparente und opake Bauteile (Fassade)
  • Kompakter Neubau (kleines A/V-Verhältnis)
  • Optimierter Fensterflächenanteil (ca. 50 Prozent)
  • Lüftungsanlagen mit regenerativen Wärmerückgewinnungssystemen (Rückgewinnungsgrad: 75-80 Prozent)
  • Effiziente Heiz-/ Kühltechnik mit zwei gasbetriebenen Luft-Wasser-Wärmepumpen zur bivalenten Nutzung mit einem Gas-Brennwertkessel (Spitzenlast Heizung) sowie einer elektrischen Spitzenlast-Kältemaschine

Rund 170 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter arbeiten in der DOSB-Geschäftsstelle. Im Erdgeschoss bietet sich Ihnen eine Cafeteria mit ca. 100 Plätzen, ein großzügiges Eingangsfoyer sowie ein moderner Konferenzbereich. In den Obergeschossen sind alle Mitarbeiter auf vier Etagen in mehr als 150 Büros untergebracht.

(Quelle: DOSB)

(v.li.): Michael Vesper, Alfons Hörmann, Karl-Peter Arnolds und Thomas Arnold mit der Platin-Auszeichnung des DGNB

 

 

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